Alle Monate wieder..

    Als Frau und als Trainerin werde ich immer wieder privat oder geschäftlich mit dem weiblichen Zyklus und seinen verschiedenen Reaktionen und Auswirkungen konfrontiert. Vor allem, wenn meine Kundinnen eine langfristige und effiziente Ernährung-, Trainings- und Lebensumstellung anstreben oder bevorzugen. Zeit also, einmal etwas darüber zu berichten.

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    Der Zyklus und mögliche Auswirkungen

    Wir Frauen sind hormonell gewissen Schwankungen ausgesetzt, die sich aufgrund des Monatszyklus begründen lassen. Nicht bei jeder Frau äussert sich dieser wiederholende Zyklus gleich. Während einige Frauen ganz normal funktionieren, geht das Spektrum von leichtem Unwohlsein bis hin zu störenden Beschwerden oder gar tageweisem Ausfallen während der Menstruation. Die Symptome sind vielfältig reichen von einem leichten Ziehen in der Bauchgegend bis hin zu krampfartigen Zuständen, Schmerzen im unteren Rücken, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Gereiztheit, unreiner Haut, Verdauungsstörungen und vieles mehr. Von Frau zu Frau und von Monat zu Monat können die Symptome und die Stärke, in der sie auftreten, variieren.

    Der Monatszyklus und die Ernährung

    Auch charakteristisch für gewisse Abschnitte im Zyklus (meist wenige Tage vor beginn der Menstruation) sind spezielle Gelüste nach süssen oder salzigen Speisen. Sich in dieser Zeit  in moderaten Mengen etwas zu gönnen ist völlig ok.  (Viele können sowieso nicht ganz widerstehen 😉 ) Dennoch sollte es möglich sein, die Kontrolle über das Essverhalten zu behalten und sich weitgehend an die gewohnte Ernährungsweise zu halten. (Wer dies nicht tut, fühlt sich meist nach der ersten Befriedigung, aufgrund der süssen oder salzigen Speisen, noch schlechter.)

    Weg mit der Waage 😉

    Ein zusätzlicher Nebeneffekt kann sein, dass Frau sich wenige Tage vor Beginn der Menstruation wie ein Wal fühlt und das Gefühl nicht los wird, dass sie in den letzten drei Tagen (unverschuldet!!) gefühlte 3- 5kg zugenommen hat. Der Blick in den Spiegel bestätigt dieses Gefühl zwar nicht zwangsläufig, aber das sich etwas schwammig anfühlende Gewebe, lässt Frau dennoch stutzig bleiben. Dies ist auf die vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe zurück zu führen und es empfiehlt sich dieses Gefühl mit einer grossen Portion Gelassenheit hinzunehmen, denn mit Beginn der Periode, wird dieses Wasser im Körper im Normalfall wieder automatisch ausgeschieden. Wichtig: In dieser Zeit sollten sämtliche Waagen aus den Badezimmern verbannt werden und erst einige Tage nach der Periode wieder hervorgeholt werden. Auch für eine Fett- und Umfangmessung ist dann nicht unbedingt der richtige Zeitpunkt. Was sich allerdings positiv auf das Körpergefühl auswirken kann, sind die gewohnten Trainings, grundsätzlich Bewegung und das Verwenden einer Blackroll (um das Bindegewebe und die Muskulatur zu massieren und zu entspannen).

    Der Monatszyklus und das Training

    Je besser Frau ihren Körper wahrnimmt und kennt, umso eher kann sie entscheiden, ob ein Training kurz vor oder während ihrer Tage sinnvoll erscheint. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Manchmal gilt es die Intensität des Trainings etwas anzupassen, was meistens automatisch geschieht, wenn nicht die gleiche Leistung wie normalerweise möglich ist. (Auch dieser Umstand ist nicht bei jeder Frau gegeben!) Sehr oft verhilft ein Training oder Bewegung zu einer mentalen und psychischen Entspannung und wird von den Frauen auch während dieser Tage als etwas Positives wahrgenommen. Wer von starken Symptomen oder Schmerzen betroffen ist, sollte aber dennoch eher ein, zwei Tage Pause machen und den Körper nicht zu harten Trainingsessions zwingen.

    Starke Beschwerden

    Bei sehr starken, wiederkehrenden Beschwerden, die massiv den Alltag beeinflussen, sollte ein Arzt konsultiert werden. Mönchspfeffer ist ein sehr effektives und natürliches Kraut, das vom Arzt verschrieben werden kann. Ich kann es aus eigener Erfahrung mit gutem Gewissen weiterempfehlen. (Oft ist nur eine temporäre Einnahme nötig und die Symptome werden schwächer oder verschwinden sogar langfristig) Auch die chinesische Medizin hat einige gute Ansätze, wie mit diesen Beschwerden natürlich umgegangen werden kann und der weibliche Körper wieder ins Gleichgewicht gebracht wird.

    Etwas Positives

    Bei all den möglichen und unmöglichen Beschwerden, gilt es zum Schluss noch einen positiven Aspekt dieser ganzen Angelegenheit hervorzuheben: Unser Körper reinigt sich monatlich, was sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken kann und unterstützt werden kann, wenn wir es immer besser verstehen, mit diesem Zyklus ein Stück weit mitzugehen. Vielleicht ist dies mit ein Grund, warum Frauen allgemein als robuster und sehr oft als gesünder gelten. (Dies ist nicht bewiesen nur laut gedacht 😉 )

     

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