„Alles geschieht zu meinem Besten.“

    Dieser Satz mag für viele abgedroschen, zu einfach oder naiv klingen. Für mich ist diese Erkenntnis oder Sichtweise (oder mehr die tägliche Erfahrung dessen) eine Befreiung und ein Geschenk zugleich. Natürlich beziehe ich diese Aussage nicht auf absolut traumatische Erlebnisse sondern auf unseren Alltag und unsere Alltagsherausforderungen.

    „Ja, aber..“ möchtest du vielleicht einwenden..“was ist mit wirklich schlimmen Dingen, die einem widerfahren, wie zum Beispiel..“

    Ich kann nur antworten: Wir sind  Menschen und schlimme Dinge passieren und nicht für alles gibt es einen Grund oder einen Sinn und das macht traurig. Menschen, denen Schlimmes wiederfährt, erhalten mein vollstes Mitgefühl. Aber ich halte daran fest zu sagen: „Alles ist zu meinem Besten.“

    Es ist ein Prozess

    Falls du bis hierhin gelesen hast, klar, sagt man das nicht frisch, fröhlich in dem Moment, wenn einem etwas passiert, das einem zurückwirft, weh tut oder enttäuscht. Aber danach, wenn man es durchlebt und gefühlt hat. Dann, wenn man erkennt und versteht, was es mit einem macht oder gemacht hat. Danach, wenn man Abstand gewonnen hat, man sich Gedanken darüber gemacht hat und man auf einmal erkennt, was es in dieser herausfordernden Situation zu lernen gab. Danach, wenn man seine Eindrücke, Gedanken und Gefühle mit Anderen teilen konnte und vielleicht zusätzlich wertvolle Inputs von Aussen erhalten hat. Dann, irgendwann, wird etwas, was man erst nur verschwommen wahrgenommen hat, auf einmal immer klarer und es zeigt sich die Lernaufgabe, die einem darin bestärkt seinen Weg bewusster und klarer weitergehen zu können.

    Dankbarkeit ist der Schlüssel

    An diesem Punkt angelangt, breitet sich eine innere Dankbarkeit und mit ihr ein innerer Frieden darüber in einem aus, dass man erleben und lernen durfte, was man erlebt und gelernt hat UND es nicht umsonst geschehen ist. Es wird und hat Spuren hinterlassen und das darf auch so sein! Die einzig wichtige Frage besteht darin, was wir aus unseren Erlebnissen mitnehmen und was wir getrost zurücklassen können.

    Annehmen und loslassen

    An dem Punkt, an dem man eine Situation, die einem herausfordert komplett annehmen kann (was manchmal echt Zeit braucht!!) und man somit all seine (unerfüllten) Erwartungen loslässt, um dem Leben, das man ohnehin nicht kontrollieren kann, sein Vertrauen schenkt und sich auf alles freut, was noch kommen wird, findet man zu sich selber zurück.

    Verantwortung übernehmen

    Das bedeutet nicht, dass man nicht seine Ziele visualisieren, fokussieren und die notwendigen Schritte in die richtige Richtung unternehmen sollte. Nein, es bedeutet nur, sich dem Leben hinzugeben und anzuerkennen, wie mächtig unsere Gefühle, Gedanken und Handlungen sind und dafür die volle Verantwortung zu übernehmen. Aber auch dann werden wir die Führung und somit die Fügung unseres Lebens nie ganz in unseren Händen halten. Diese Erkenntnis und das daraus resultierende Vertrauen in uns aber auch in das Leben bringt uns schlussendlich zu uns zurück und somit auch in unsere Kraft.

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    Alles geschieht zu meinem Besten.

    Wie siehst du das?

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