Ich bin es mir wert, also koche ich..

    Es ist immer wieder ein Thema in meinen Beratungen, dass den Menschen, die zu mir kommen die Zeit fehlt, zu kochen und sich somit mit gesunden und nahrhaften Lebensmitteln zu versorgen. Auch wird oft als weiteres Argument angefügt, dass eine gesunde, ausgewogene Ernährung ein finanzielles Loch ins Portemonnaie reissen kann.

    Ein Umdenken ist hilfreich

    Ich bin der festen Überzeugung, dass es in diesem Bereich ein Umdenken braucht. Man sollte sich selber so viel wert sein und sich diese Zeit einfach NEHMEN. Was man an Energie, Lebensqualität und Körpergefühl zurück bekommt, wenn kochen ein fester Bestandteil des täglichen Lebens wird, ist durch nichts zu ersetzen!

    Wer seinen Körper mit nährstoffreichen Lebensmitteln versorgt, kann gestärkt und gesättigt allen Aufgaben des Lebens gegenübertreten und wird diese mit Sicherheit auch besser meistern. Die Ernährung ist die BASIS und nicht umgekehrt.

    Am falschen Ort sparen

    Auch bin ich der Meinung, dass in diesem Bereich nicht gespart werden sollte. Oft stellt es sich heraus, dass anstelle einer gesunden Ernährung oft sehr viel Geld darin investiert wird, Mängel zu beheben, die durch eine ungesunde und unbewusste Ernährung hervorgerufen werden. (Bsp. vermehrt Arztbesuche, Schönheitsprodukte usw.)

    Charles Buxton formulierte einst so treffend:

    “In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu verdienen.
    In der zweiten Hälfte unseres Lebens opfern wir das Geld,
    um unsere Gesundheit wieder zu erlangen.”

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    Tipps und Tricks:

    1. 5,6 einfach Rezepte suchen

    Es gibt so viele einfache Rezepte und sie sind überall im Internet zu finden und können sogar nach Zeitaufwand sortiert werden. Am Wochenende einfach einmal hinsetzen und sich 5, 6 ansprechende, einfache Rezepte zusammen suchen. Alles was ein, zwei Mal gekocht wurde, wird mit jedem Mal einfacher, routinierter und somit auch effizienter. Irgendwann entsteht ein Repertoire aus 10- 20 einfachen Menus, die im „Nu“ zubereitet sind.

    2. Grobe Wochenplanung

    Es ist einfach, sich grob eine Woche im Voraus zu planen, was es in den kommenden Tagen zu Essen geben soll. Denn wir wissen aus eigener Erfahrung, wer vom Heisshunger überrascht wird und nichts zur Hand hat, greift zum nächst Besten.. (siehe Tipp 4)

    3. Grössere Mengen kochen

    Für alle, die sich an den Herd stellen, stellt es keinen zusätzlichen Aufwand dar, statt der benötigten Menge einfach mehr zu kochen und das Übriggebliebene im Kühlschrank oder Tiefkühler aufzubewahren, um später darauf zurück greifen zu können und sich beispielsweise das Essen mit zur Arbeit zu nehmen. (Siehe Tipp 2)

    4. 1x pro Woche den Kühlschrank füllen.

    1x pro Woche den Kühlschrank mit frischen, saisonalen und hochwertigen Lebensmitteln zu füllen, sollte drin sein. (Siehe Tipp 2) Wer sich gerne an Rezepte hält, kauft auf Vorrat, was er des Öfteren zubereiten möchte. Für alle Kreativen, einfach Kühlschrank mit gesunden Lebensmitteln füllen und ganz nach Lust und Laune zu leckeren Rezepten verarbeiten. 🙂

    5. Im Restaurant Extrawünsche anbringen.

    Wer auswärts isst und sollte keine Scheu davor haben, klar zu kommunizieren welche Beilagen oder Extras erwünscht sind und welche nicht. Meistens sind die Restaurants sehr kulant und können diesen Wünschen nachgehen. (Bsp. mehr Gemüse statt Nudeln, kein Salatdressing dafür aber Essig/Öl und Gewürze um den Salat selber abzuschmecken) Die 2, 3 CHF Aufschlag sollte man, wenn verlangt, mit gutem Gewissen bezahlen.

    6. Klein anfangen.

    Wenn bis jetzt kochen nie ein Thema war nicht gleich von Null auf 100 starten wollen. Ein erstes Ziel könnte es sein, 2,3x pro Woche zu kochen und dies in grösseren Mengen zu tun. (Siehe Tipp 2,3)

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