muskelkater131Bei Muskelkater handelt es sich nach aktuellen Erkenntnissen NICHT um eine Anhäufung von zu viel Milchsäure (Laktat) durch intensives Training. Es stimmt, dass nach einem intensiven Training das Laktat erhöht ist, dieses wird aber innerhalb weniger Stunden wieder abgebaut. Auch wird durch die Milchsäure keine Schädiung im Muskel erzielt. Vielmehr handelt es sich um ein Mikrotrauma der Muskelzelle durch zu starke Belastung. Darauf reagiert der Körper mit einer Muskelschwellung als eine Art entzündliche Reaktion in der Zelle. Diese Schwellung drückt dann auf die umliegenden feinen Nervenfasern und verursacht den so typischen Schmerz für Muskelkater. Da diese Reaktion des Körpers nicht sofort eintritt, vergehen oft ein, zwei Tage bis der Muskelkater in seinem vollen Ausmass spürbar ist. Abgesehen von der Druckempfindlichkeit ist auch die Durchblutung schlechter und es kann zu Verspannungen kommen.

    Was tun? Da es sich um eine Verletzung handelt, sollte die körperliche Belastung reduziert werden bzw. im schmerzfreien Bereich trainiert werden. Regenerativ wirkende Massnahmen wie Sauna, Sport- Cremes, Bäder, die die Durchblutung fördern und so die Regeneration unterstützen sind sinnvoll. Eine intensive Sportmassage mit viel Druck hingegen ist eher kontraproduktiv.

    Die Binsenwahrheit, dass nur ein Training, dass starken Muskelkater hervorruft ein gutes Training ist, sollte überdenkt werden. Zwischen einem Mikrotrauma, das Muskelwachstum auslöst, starkem Muskelkater, einer Muskelzerrung oder einem Muskelfaserriss ist oft nur ein schmaler Grad! Die richtige Dosierung entscheidet über den Erfolg. Individuelles, intensives Training ist wünschenswert, wer allerdings immer starken Muskelkater verursacht, verhindert durch die längere Regenerationszeit optimale Trainingsfortschritte.

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