Schaff dir einen Überblick, um weiter zu kommen

    „Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind.“

    Wir sind alle komplexe Wesen. Wer seine Lebensumstände oder gewisse Verhaltensweisen zu seinen Gunsten verändern möchte, ist gut daran sich eine übergeordnete Sichtweise anzutrainieren und zu lernen verschiedene Perspektiven einzunehmen. Wir werden uns oder einem anderen Menschen NIE gerecht, wenn wir ihn nur aus einer Sichtweise heraus betrachten. Wenn wir es uns zur Gewohnheit gemacht haben, meistens nur eine bestimmte Perspektive auf unser Leben und unsere Lebensumstände anzuwenden, schleichen sich sogenannte blinde Flecken ein, die uns immer wieder davon abhalten, den gewünschten Kurs beizubehalten. So erreichen wir unsere Ziele nicht, können die Zusammenhänge nicht erkennen und fühlen uns irgendwann hilflos, frustriert und gewissen Mechanismen ausgeliefert.

    4 Perspektiven

    (Ursprung: Integrale Philosophie von Ken Wilber)

    Die subjektive Perspektive

    Wenn du dich und die Welt aus dieser Perspektive betrachtest, schaust du von „innen heraus“. Du nimmst wahr, wie du dich gerade fühlst, wie DU die Welt siehst und wie du DICH siehst. Wir sehen oder erschaffen nie DIE Realität sondern UNSERE Realität. Das ist ein entscheidender Unterschied, den es zu verstehen gilt! Selbstverständlich, ist diese Perspektive- deine Sichtweise, richtig und soll Platz haben. (Es gibt kein falsch und richtig!) Aber wenn du das Gefühl hast, dass du feststeckst, kann es dir vielleicht helfen, deine Perspektive zu erweitern oder sie für einen Moment ganz zu wechseln, um einen besseren Überblick und Klarheit über die Zusammenhänge in Bezug auf deine aktuelle Situation zu erhalten. So kommst du weiter.

    Die objektive Perspektive

    Bei der objektiven Perspektive geht es um Fakten. Wie sind deine Blutwerte, was isst du, wie sind deine Schlafgewohnheiten, deine Arbeitszeiten- all das sind Fakten. Sie liefern dir hilfreiche, klare Informationen, um deine Situation besser einzuschätzen.

    Die interaktive Perspektive

    Innerhalb der interaktiven Perspektive geht es darum sich subjektiv anzuschauen, mit WEM du WIE in Beziehung stehst und Interaktionen mit Anderen genauer zu betrachten.

    Die systemische Perspektive

    Die systemische Perspektive bezieht sich darauf sich bewusst zu machen, in welchem Systemen du lebst. In was für einem Unternehmen arbeitest du? Welche Gesellschaftsform lebst du? In was für sozio-kulturellen Kreisen bewegst du dich und lebst du in einem Einfamilienhaus oder in einer Wohnsiedlung? All das sind Systeme, die einen Einfluss auf uns und unser Leben haben.

    Hier ein Beispiel:

    Du kommst zu mir und willst ein paar Kilos abnehmen. Kcal, Kohlenhydrate, Fette- das sind Fakten. Aber wenn wir nicht berücksichtigen, was das Thema Selbstliebe mit der Ernährung zu tun hat (subjektiv) und dass du immer dann zu Schokolade greifst, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast  (interaktiv) oder um den Stress, den du bei der Arbeit hast, zu kompensieren (systemisch), können wir dein Gewichtsproblem wahrscheinlich nicht dauerhaft lösen.

    In einen oder mehreren Perspektiven sind die meisten von uns „zuhause“ und fühlen sich wohl. Die Perspektiven, denen du dich am wenigsten widmest, gilt es mehr Beachtung zu schenken und sie häufiger einzunehmen, um dich vorwärts zu bringen und deine Situation komplett zu erfassen. Das ist auch der Grund, warum es mir ein grosses Anliegen ist, meine Klienten ganzheitlich zu betreuen und neben dem Erfassen und Arbeiten mit den Fakten auch die anderen Perspektiven zu berücksichtigen und im Coaching zu integrieren, um langfristigen Erfolg gewährleisten zu können. Wenn du Hilfe benötigst, um dein Ziel zu erreichen, zögere nicht mich zu kontaktieren. Ich freue mich auf dich. 🙂

    Quelle: Veit Lindau aus dem Buch: Werd verrückt- Das Praxishandbuch

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