Wer willst du morgen sein?

    Immer die gleichen Gedanken, bringen uns dazu, die immer gleichen Entscheidungen zu treffen, was bedeutet, dass wir immer wieder die gleichen Handlungen und Verhaltensweisen an den Tag legen, somit die gleichen Erfahrungen machen und uns wieder so fühlen wie wir das bereits kennen. Richtig?

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    Nehmen wir ein Beispiel:
    Ich fühle mich traurig und habe Lust auf etwas Süsses. Weil ich abnehmen wollte, habe ich mir vorgenommen, weniger Süsses zu essen. Ich bin so traurig, dass ich bei der nächsten Bäckerei, wenn ich den feinen Duft der Backwaren wahrnehme, alle meine Vorsätze über Bord werfe. Genau in diesem Moment, ist mein Körper bereits in der Vergangenheit. Er assoziiert den Duft der Backwaren mit vergangen Erlebnissen und reagiert, als ob die Backware bereits in meinem Mund ist. Der Magen beginnt zu grummeln, das Wasser läuft mir im Mund zusammen und der Entschluss ist gefasst. Ich leiste mir etwas Süsses, wie schon viele Male vorher. Kaum habe ich die Leckerei verschlungen, habe ich ein schlechtes Gewissen, fühle mich erneut unwohl in meinem Körper und nehme mir ein weiteres Mal vor, ab heute weniger Süsses zu essen. Dieser Entschluss wurde zu oft mit zu wenig Willenskraft getroffen, deshalb wird mein Körper auch das nächste Mal wissen, dass dieser Entscheid nicht unumstösslich ist. Das «Problem Traurigkeit» wird mein Körper auch das nächste Mal mit Süssem lösen wollen. In solch einem Moment wird mein Körper zu meinem Kopf und fängt an für mich Entscheidungen zu treffen.

    Wer kennt solche oder ähnliche Situationen?

    Selbstverständlich könnte das Essen in diesem Beispiel auch mit Shoppen oder TV schauen ersetzt werden, dem Konsum von zu viel Kaffee, dem Rauchen, dem immer spät zu Bett gehen und am Morgen nicht aufstehen wollen, dem immer alles herausschieben oder das permanente Lästern mit Freunden über die Arbeitskollegin uvm.

    Gewohnheiten, die uns nicht stärken, schaden uns

    Wenn wir etwas genug oft wiederholt haben, läuft dieses Programm von ganz alleine und wird zu einer Gewohnheit, die wir oft gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Je gefestigter das Muster umso mehr kommt der Effekt hinzu, dass es nicht einmal mehr die exakten Umstände braucht, um gewisse Gefühle und chemische Reaktionen in unserem Körper auszulösen, unsere Gedanken reichen vollkommen aus!

    Dort wo unsere Aufmerksamkeit ist, ist auch unsere Energie

    60’000- 80’000 Gedanken rauschen täglich durch unseren Kopf. 90% sind gleicher Natur wie am Vortag. Gedanken sind Energie, die unsere Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchen und uns bewusst oder unbewusst in eine gewisse Richtung lenken. Gedanken setzen Emotionen frei und somit ist es immer wieder unsere Entscheidung, wie wir uns fühlen wollen.

    Hast du gewusst, dass du dich nicht traurig fühlen kannst, wenn du nicht die entsprechenden Gedanken denkst? Oder umgekehrt, dass wir uns nicht besser fühlen können, als wir denken?

    Es ist also von enormer Wichtigkeit sich diese Frage zu stellen:

    Wem oder was schenken wir unsere Aufmerksamkeit und somit unsere Energie?

    Wie oft lässt du dich von den Sozialen Medien und vom Fernseher ablenken, als bei dir zu bleiben? Wie oft studierst du an Anderen herum und was sie besser machen könnten, als an dich und dein Leben zu denken? Wie oft machst du dir Sorgen über Dinge, die falls überhaupt erst in der Zukunft sein werden? Oder wie oft, bist du mit der Vergangenheit beschäftigt, die du nicht mehr ändern kannst?

    Hol dir deine Energie zurück!

    1. Brich deine Gewohnheiten: Unser Gehirn braucht Abwechslung! Lerne wieder einmal etwas Neues, wählen einen dir unbekannten Weg zur Arbeit, trink deine Tasse Kaffee mit der anderen Hand, nimm bewusst einmal nicht als erstes nach dem Erwachen dein Smartphone zur Hand- was es auch ist, mach es einmal anders! (Ja, das kann sich am Anfang ganz schön ungewohnt anfüllen! J )
    2. Kultiviere deine Emotionen: Welche Gedanken, lösen bei dir welche Gefühle aus? Nimm dir Zeit diese Zusammenhänge zu erkennen und so bewusster deine Gedanken zu wählen.
    3. Stärke deine Willenskraft: Für eine dauerhafte Veränderung, muss dein Wille stärker sein als dein Körper und dein Umfeld. Mach eine schriftliche Vereinbarung mit dir selbst und stärke das Bild und die dazugehörigen Emotionen von dem, was du künftig in deinem Leben haben möchtest.
    4. Dankbar sein: Dankbarkeit bringt uns in eine Energie des Empfangens. Wenn wir es schaffen, dankbar zu sein für die Dinge, die wir bereits in unserem Leben haben und mit der Zeit sogar für die Dinge, auf die wir uns in der Zukunft ausrichten, ist das die beste Voraussetzung, um unserer Leben aktiv auf das auszurichten, was wir uns wünschen.
    5. Sei im JETZT: So einfach es sich anhört, so schwierig ist es. Versuche dich immer wieder in den gegenwärtigen Moment zu bringen, ihn wahrzunehmen und bestenfalls sogar zu geniessen.

    In sich zu investieren, bedeutet auch immer in die Zukunft zu investieren! Also, wer willst du morgen sein?

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